Louise Patricia Crane – Deep Blue (CD)

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Wow, was für eine Heavenly Voice perlt mir denn da in die Gehörgänge? So ungefähr mein erster Gedanke, als die ersten Klänge des großartigen Debütalbums der attraktiven und nicht mit ihren Reizen geizenden (ist ja auch nicht ganz unpraktisch 😉 ) Louise Patricia Crane in meine Ohren drangen. Louise ist aber kein unbeschriebenes Blatt, hat schon beim Underground Musikprojekt „The Eden House“ mitgewirkt und bekommt auf ihrem „Psychedelic Prog-Pop“ Debüt äußerst prominente Schützenhilfe, unter anderem von Ian Anderson (Jethro Tull) und Jakko Jakszyk (King Crimson). Schauen wir uns einige Tracks dieses Albums, irgendwo zwischen The Mission, Fields Of Nephilim, Kate Bush und Jethro Tull ;), doch mal etwas genauer an!

Die psychedelischen Sixties treffen auf Heavenly Voices, das ist wahrlich mal eine gelungene Mischung! Die flotte Louise Patrica Crane, optisch irgendwo zwischen Siouxsie und Lana del Rey (na, wer googelt denn jetzt gleich alles :D?) und bekennender Kate Bush Fan, weiß sich zum Glück (!) nicht nur optisch gut in Szene zu setzen, sondern kann auch gesanglich einiges vorweisen. Dennoch kann ich mir gut vorstellen, dass Ihre Erscheinung Ian Anderson und Co. leichter zum Mitmachen auf dieser Scheibe bewegt haben könnte ;).

Der Opener „Deity“ klingt zunächst nach Orchesterprobe und macht dann mit The Mission ähnlichen Gitarrenklängen auf. Dann betritt Louise mit ihrer warmen dunklen Stimme sehr einnehmend den musikalischen Raum. Verträumte psychedelische Pop-Klänge, luftig und leicht.

Der zweite Track „Snake Oil“ wird dann Prog-Rock lastiger, Lousie klingt nun auch ein wenig stärker nach Siouxsie, das Stück ist durchzogen von Ian Andersons Flötenspiel.

Auch „Painted World“ ist etwas eindringlicher, Gitarrist Stephen Carey bekommt hier Unterstützung von Jakko Kaksyzyk, im Refrain erklingt zart, ja das geht, ein irischer Dudelsack.

Die verträumte Note ist auf allen sieben Stücken des Albums vorhanden, die Musikstilarten werden aber munter zwischen oder auch innerhalb der einzelnen Tracks vermischt. Bei „Cascading“ klopft da sogar mal Fields of The Nephilim (hatte ich schon erwähnt, dass in der Band auch Simon Rippin ist ?)  an..

Ungelogen, bei „Deep Blue“ kommen mir fast die Tränen, der Song geht, auch dank seiner feinfühligen Instrumentierung mit Klavier, Violine und Viola, direkt ins Herz.

Das musikalisch sehr abwechslungsreich unterlegte „Ophelia“, das mit Glockengeläut öffnende, tief-melancholische „Isolde“ und zuletzt das mit einem stark dominierenden Kontrabass untermalte, eindringlich gesungene „The Eve Of The Hunter“ wissen das Niveau dieser Platte bis zum Ende zu halten.

Ich bin stark beeindruckt, diese Scheibe könnte wirklich neue Maßstäbe setzen.
(SiN)

Anspieltipps: Deity, Deep Blue, The Eve Of the Hunter
VÖ: 15.05.2020
Label: Peculiar Doll Records

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Kategorie: CDs & DVDs
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