Antonia Hodgson, Der Galgenvogel (historischer Thriller)

galgenvogel

Im Jahre 1728 wird der junge Tunichtgut Tom Hawkins in London zum Galgen in Tyburn gebracht. Er ist wegen Mord zum Tode verurteilt – ist aber unschuldig. Wird er sich in letzter Sekunde noch den Strick vom Halse schaffen können? Vielleicht mit Hilfe von Königin Caroline?

Fortsetzung von „Das Teufelsloch“

Mein Leseeindruck:

Gleich vorab, den Vorgängerroman „Das Teufelsloch“, das sich ebenfalls um den Halunken Tom Hawkins dreht, habe ich nicht gelesen, war aber kein Problem, da hier eine eigenständige Handlung präsentiert wird. Einige Andeutungen hier und da führen in die Vergangenheit und die sind völlig ausreichend.
Der Roman ist unheimlich spannend und dicht geschrieben, als Leser wird man schnell in den Bann gezogen und wandert mt Tom Hawkins durch das düstere London des frühen 18.Jahrhunderts. Eigentlich wollte Tom ja mit seiner geliebten Kitty ein wenig zur Ruhe kommen, doch er läßt sich auf ein lukratives Angebot des Unterweltkönigs James Fleet ein. Er soll sich mit einer feinen Dame im Park treffen, doch die Frau, Hofdame von Königin Caroline, wird beinahe Opfer eines tätlichen Angriffs. In Nullkommanichts steht Tom sogar vor der Königin höchstpersönlich, wird immer tiefer in allerlei Ränkeschmiedereien gezogen – bis er selber des Mordes an seinem fiesen Nachbarn Ned angeklagt wird. Und die versprochene Hilfe aus dem königlichen Hause auszubleiben scheint.
Das Lesen dieses historischen Thrillers war das reinste Vergnügen! Die detailreichen Beschreibungen von den Gassen Londons, seinen Bewohnern und deren Eigenheiten war extrem einnehmend! Wer wie ich auch mit Begeisterung die erste Staffel „Taboo“ gesehen hat, so oder so ähnlich muss man sich auch die Atmosphäre in diesem Roman vorstellen! Absolut empfehlenswert, mit Festlesegarantie!
(SiN)

Knaur
gebundene Ausgabe, 464 Seiten
ISBN: 978-3426653463
VÖ: 2. November 2016
€ 19,99
http://www.droemer-knaur.de