Jason M. Hough Darwin City: Die Letzten der Erde – Dire-Earth-Trilogie – Teil 1 (Science Fiction)

darwin citySchauplatz: Die Erde, Anfang des Jahres 2283, ca. 5 Jahre zuvor grassiert eine verheerende Seuche über den Globus. Nur noch ca. 10% der Weltbevölkerung sind am Leben: Die Degenerierten (SUBS), die Geflüchteten und einige wenige immune Personen.
Die Geflüchteten habe sich nach Darwin City (Australien) gerettet, zu einem Weltraumaufzug, der weite Teile der Stadt mit einer schützenden Aura umhüllt . Sie leben mehr schlecht als recht in einem sensiblen Gleichgewicht mit den Orbitalen: Menschen die komfortabel in den unterschiedlichen Habitats am Aufzug leben. Der Rest der Welt ist inzwischen verwildert, sich selbst überlassen, und dort draußen lauert weiterhin die Seuche. Zudem von SUBS bevölkert, die raubtierartig alles angreifen was ihnen in den Weg kommt. Güter des Alltages zerfallen, gehen kaputt. Sogenannte Bergungsmannschaften holen auf gefährliche Missionen was noch verwertbar ist nach Darwin City, denn das meiste Wissen ist unwiderruflich verlorengegangen, keine Fabriken produzieren noch etwas, es wird nur repariert und ausgeschlachtet.

Skyler Luiken und seine Mannschaft gehören zu denjenigen, die mit ihren Flieger Aufträge entgegennehmen und in den zerstörten Städten der Welt alles herausholen, was noch von Wert ist.
Nun muss Skyler einen Datenwürfel aus einem japanischen Observatorium bergen – und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Denn offenbar steht ein weiterer Besuch der Außerirdischen bevor. Dieselben Außerirdische, die den Weltraumlift erbaut, die Jahre später auch die Seuche verbreitet haben. Was werden sie diesmal mitbringen..?

Mein erster Leseeindruck: 
Ein Endzeit-Roman inkl. gefräßige Zombie-artige Menschen und Außerirdische, der ca. 250 Jahre in der Zukunft spielt. Viel Technik der heutigen Zeit ist noch gut wiederzuerkennen, so dass die technischen Errungenschaften plausibel erscheinen. Heutige Staaten und Großstädte sind vermutlich unverändert. Die Menschheit hockt also immer noch nur auf der Erde herum ;).

Der Autor versteht es gut, die Neugierde beim Leser aufrecht zu erhalten, der Roman ist gut zu lesen und spannend. Die Hauptcharaktere sind gelungen, haben eine erkennbare Tiefe. Kurzum, es hat Spaß gemacht, sich in dieser Romanwelt einzulesen.
Was gut und denfinitv nützlich ist, sind die abgebildeten Skizzen zu den Habitats und dem Aura Bereich in Darwin City. Helfen, sich zurechtzufinden.

Fazit: Im Großen und Ganzen ein grundsolider, spannender, gut zu lesender SF Roman mit wenige Schwächen: einige Dialoge erinnern mich an Superhelden-Comics (z.B. sie denkt das ich denke das sie denkt … aber ich hab den Masterplan!), ein paar Mal war es für mich schwierig, der Handlung zu folgen. Als ob hier und da ein paar erklärende Sätze fehlen.
Meines Erachtens ist der Roman bzgl. Sprache und einiger Szenen eher was ab 16/17, in etwa wie Walking Dead..
Die Trilogie ist bereits 2013 im englischsprachigem Raum erschienen und ich freue mich bereits auf die Übersetzung des 2. Teils!
(dewaint)

Knaur
Taschenbuch, 608 Seiten
ISBN-10: 3426519348
ISBN-13: 978-3426519349
€ 9,99
VÖ: 01.09.2016
www.knaur.de