Lord Of The Lost – Swan Songs (Doppel-CD)

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lotl-swanAlles begann mit einem Auftritt beim zweiten Gothic Meets Klassik Festival in Leizpzig. Sprachlos von der Klanggewalt der eigenen Songs mit Sinfonie-Orchester Untermalung, gingen die Düsterrocker von „Lord Of The Lost“ musikalisch mal wieder neue Wege und stellen nun mit „Swan Songs“ eine rein akustisch-orchestrale Doppel-CD vor. Neben 13 klassisch arrangierten Klassikern der Band, darunter „Dry The Rain“ und „Afterlife“ auf der ersten Scheibe, werden acht speziell auf das klassische Konzept zugeschnittene Songs auf Scheibe zwei serviert.
Eins vorab, ein wirklich monumentales Projekt, dass Chris Harms und seine Bandkollegen mit viel Herzblut umgesetzt haben! Das verdient schon einmal Respekt. Besucher der Klassik Meets LOTL Aufführung in Leipzig werden sicher beim Anhören dieses Albums, speziell der ersten CD, in Erinnerung schwelgen. Für mich persönlich ist das Hörerlebnis jedoch eher zweischneidig. Ich habe den Auftritt von LOTL mit Orchester nicht gesehen, bin also nicht erinnerungsverliebt und so erreicht mich die erste CD leider nicht. Die Songs harmonieren für mich einfach nicht  mit der Orchester-Umsetzung, der Gesang ist mir oft zu (gezwungen) pathetisch.
Dieser Eindruck ändert sich jedoch beim Hören der zweiten CD. Hier wirkt die Kooperation der beiden Musikrichtungen wesentlich stimmiger. Die Songs sind ruhiger gehalten, Chris Harms singt melodischer, überwiegend von Klavier (und Streicher) begleitet. Einige Songs haben leichte Countryanleihen, wirken zerbrechlich und melancholisch. Man spürt, dass hier direkt auf ein Ziel hingearbeitet wurde, von Anfang an.

Für mich stellen beide Scheiben (fast) einen Unterschied wie Tag und Nacht dar. Aber Teil zwei hat mich berührt, kann mir den Sänger hervorragend bei den kommenden Konzerten am Klavier im Anzug mit Krawatte 😉 vorstellen, dahinter ein kleines klassisches Orchester.. Und den Mut und die Vielseitigkeit der Band finde ich generell sehr lobenswert!
(SiN)

Anspieltipps: Six Feet Underground (Swan Songs Version), Annabel Lee, This Life Divided
VÖ: 13.03.2015
Homepage: http://lordofthelost.de/

Kategorie: CDs & DVDs

iVardensphere – Fable (CD)

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ivardensphereDiese CD ist so schräg, dass sie schon wieder gut ist – und somit auch eine Vorstellung wert. Musikalisch wird auf dieser Scheibe extrem wild experimentiert. Das Tribal-Trance-Electro-Ensemble „iVardensphere“ mixt die verschiedensten musikalischen Elemente sowie traditionelle Einflüsse aus verschiedenen Ländern miteinander, das Ergebnis ist mal treibend und zum (exaltierten) Tanz einladend, mal minimalistisch und/oder hypnotisch. Alle Songs sind geprägt durch elektronische Sounds und den Einsatz von Percussions. Neben rein instrumentalen Klangcollagen gibt es düstere und harte, männliche Vocals, aber auch weicheren, weiblichen Gastgesang. Sängerinnen wie Nymn oder Mari Kattman geben  einigen der Tracks eine zartere, zerbrechliche Note.
Also, langweilig wird dieses Album beim Anhören wirklich nicht. Ist aber auch auf keinen Fall dazu geeignet, im Hintergrund zu laufen. Es ist eine sehr abwechslungsreiche musikalische Reise, das eine gefällt mir mehr, das andere weniger. Wer „Electro-Trance“, so beschreibt der Pressetext diese Stilmixtur, mag, sollte sich diese ausgetüftelte Scheibe unbedingt einmal zu Gemüte führen!
(SiN)

Anspieltipps: Stygian, A Tale Of Two Wolves, Messiah
VÖ: 10.03.2015
Homepage: https://www.facebook.com/ivardensphere

Kategorie: CDs & DVDs

Jean Kat – Jean Kat (EP)

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jeankatManche Musiker sind einfach wahnsinnig umtriebig und versuchen sich immer wieder neu zu erfinden. Zu dieser Gattung gehört auch der italienische Mulit-Instrumentalist und Sänger Jean Cat. Seit seinem 14. Lebensjahr hängt sein ganzes Herz an der Musik, vor allem den düsteren Klängen. neben zahlreichen Musikinstrumenten beschäftige er sich auch bereits früh mit Audio Engineering und Programming. Seit 2006 setze Jean Kat dann auch verstärkt die eigene Stimme ein und brachte mit seinem Lagnzeitprojekt „Sparkly Cat“ zahlreiche Singles, EPs und Videos heraus. Doch nun wird es endlich Zeit für sein Soloprojekt, simpel „Jean Kat“ genannt. Seine Debüt-EB enthält vier dunkle Gothic Rock Tracks, gesanglich irgendwo zwischen Christian Death, London After Midnight und Marilyn Manson. Eingängiger Sound, charismatischer Sänger mit dem typisch italienischem Crisp in der Stimme – ein wirklich gelungener Auftakt. Der musikalische Rahmen darf aber gerne etwas druckvoller werden, eine Band mit fettem Schlagzeug und röhrenden E-Gitarren wären sicherlich eine gute Ergänzung!
(SiN)

Anspieltipps: Louder, White Light
VÖ: 10.01.2015
Homepage: https://www.facebook.com/jean.kat

Kategorie: CDs & DVDs