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Stoneman – Goldmarie (CD)

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stonemanDas vierte Album der schrillen Schweizer Goth Metaller STONEMAN hat es ordentlich in sich! In der Presseinfo-Lobhudelei wird die Band als die Zukunft des Gothic-Metal gefeiert. Hört man dieses facettenreiche und hervorragend produzierte Album und guckt sich die bühnentauglichen Jungs auf Fotos dazu an, müssen sie tatsächlich Vergleiche mit Bands wie Deathstars und Dope Stars Inc. absolut nicht scheuen. Nur gibt es das Ganze dann eben sogar mal in deutschsprachig! Irgendwie muss ich auch an Bands wie Saltatio Mortis und Tanzwut denken, gleiche Power, ähnlicher Erzählstil, nur eben ohne Dudelsack und Co.;) Stimmlich ist Sänger Mikki Chixx hervorragend dabei. Der Künstler hat eine sehr melodiöse und einschmeichelnde Stimme, kann diese aber auch brachial und hart einsetzen. Viele Songs bestechen durch beide Stimmlagen, man mag kaum glauben, dass das ein und dieselbe Persion singt! Klasse gemacht!
Bekannt ist die Band in den letzten Jahren außer durch zahlreiche Liveauftritte vor allem durch provokant-sarkastische Songs wie „Wer F.. Will“ geworden. Dieser Song ist in einer neuen Version „Freundlich sein“ übrigens auch auf „Goldmarie“ zu finden. Die Tracks auf der neuen Scheibe sind überwiegend ähnlich bitterböse und treibend, so dürfte ein Song wie das orientalisch anmutende „Mord ist Kunst“ (siehe auch das aktuelle Video), das gesanglich durchaus an Rammstein erinnert, zu Diskussionen anregen. Aber es geht auch (vermeint) sanftmütig auf der CD zu, das nachdenkliche „Es brennt ein Licht“ ist so ein Track, oder auch das bitterböse, von weiblich-kindlicher Stimme gesungene „Liebeslied“.
Ganz ehrlich, das Album ist wirklich hervorragend geworden, kein Track ist langweilig. Der Hörer fühlt sich immer gut und abwechslungsreich unterhalten. Im Booklet sind zudem alle Texte abgedruckt, so dass man sich auch mit den Inhalten der Songs auseinander setzen kann – was sich durchaus lohng. Klasse, will ich live sehen!
(SiN)

Anspieltipps: An die Geräte, Mord ist Kunst, Lolita, usw.:)
VÖ: 25.04.2014
Homepage: http://www.stonemanmusic.ch

Kategorie: CDs & DVDs

Lord Of The Lost – From The Flame Into The Fire (CD)

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lordfireJaaa, LORD OF THE LOST sind wieder da! Nach zwei ersten, sehr eingängigen Alben war die letzte Veröffentlichung „Die Tomorrow“ etwas mainstreamiger, man könnte auch weichgespülter sagen;), gehalten. Auf ihrem neuen Album „From The Flame Into The Fire“ drehen die verlorenen jungen Herren aber wieder so richtig auf! Kraftvoller Gothic Metal ballert einem hier um die Ohren – ohne dabei die LOTL-typische Eingängigkeit zu verlieren. Hier und da eine verspielte Klavierpassage im Hintergrund (gehört für mich einfach zur Band), viele einprägsame Refrains, mal auch eine ruhige Gesangspassage, dazu ausgefallene Arrangements – all dies macht die CD zu einem (kraftgeladenen) Hörgenuss. Absolut herausragend ist die Gothic-Salsa (!) Nummer „La Bomba“. Beim ersten Hören musste ich echt schmunzeln. Die Soundmixtur funktioniert aber fantastisch, ist mal was wirklich neues und könnte der neue Hit der Band werden.
Klasse Scheibe, die allein vom Hören auch auf den optischen Genuss der live sehr sehenswerten Herren macht! Das neue Werk erscheint übrigens neben dem regulären Album auch als Deluxe-Doppel-Dics mit Remix-Bonus-CD (ausgefallene Neuinterpretationen älterer LOTL-Songs) sowie als limitierte Box, die zusätzlich u.a. einen Konzertmitschnitt des 2. Gothic Meets Klassik Festivals in Leipzig (LOTL mit Synthonieorchester) enthält.
(SiN)

Anspieltipps: La Bomba, Afterlife, Odium, usw.:)
VÖ: 23.05.2014
Homepage: http://lordofthelost.de

Kategorie: CDs & DVDs

Mundtot – Schatten (CD)

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mundtotDie süddeutschen Newcomer Mundtot präsentieren mit ihrem zweiten Album „Schatten“ zwölf sehr vielfältige Songs mit gutem Unterhaltungswert. Die Band sieht sich selber irgendwo zwischen Alternative Rock und Dark Rock und bietet einen modernen rockigen Sound mit durchdachten deutschsprachigen Texten. Immer wieder geht der mit einer charismatischen Stimme ausgestattete Sänger Tino dabei auch in Sprechgesang über. So klingt der sehr eingängige Track „Schönster Traum“  fast ein wenig nach Falco. Der krachige Opener „Einsamkeit und Zweifel“hört sich fast schon ein wenig nach Rap an. Mit „Abendlicht“ ist auch ein sehr stimmungsvolles Instrumentalstück enthalten. Mein persönlicher Favorit ist jedoch das melancholisch-rockige „Regen“ – sicherlich das Gothic-lastigste Stück auf dieser Scheibe, sieht man mal wieder von dem Rap-artigen Part ab. Dieser Wechsel zwischen den verschiedenen Genres und Stilmitteln aber macht auch gerade dieses Album aus. Diese Scheibe ist vor allem etwas für ein jüngeres Publikum, die Deutschrock mögen und sich nun „weiterentwickeln“ wollen. Für alte Gothic-Hasen sicherlich zu mainstreamig/alternativ.
(SiN)

Anspieltipps: Einsamkeit und Zweifel, Schwarz – Weiss, Regen
VÖ: 17.04.2014
Homepage: http:mundtot.net

 

Kategorie: CDs & DVDs